Die Prinzipien der Osteopathie – Prinzip 2: Die Selbstheilungskräfte des Körpers

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Die Prinzipien der Osteopathie – Prinzip 2: Die Selbstheilungskräfte des Körpers

Hier kommt Teil 2 der fünfteiligen Reihe: „Die Prinzipien der Osteopathie“

Die Selbstheilungskräfte des Körpers

Andrew Taylor Still, der Begründer der Osteopathie, sprach von Selbstheilungskräften, die den Menschen gesund machen und halten. Er hatte erkannt, dass alle Mediziner und Therapeuten dem Patienten nur Hilfestellung geben können. Die Sichtweise der Osteopathie ist deshalb eindeutig: Die beste „Heilung“ kann nur der Organismus selbst bewirken. Alle Therapien sind letzten Endes nur Hilfestellungen für den Organismus, die es ihm ermöglichen, das Leben zu erhalten oder nicht.

Der Körper steht ständig unter dem Einfluss innerer und äußerer Reize. Er hat die Aufgabe, diese zu verwerten und auszugleichen. Wenn er auf diese Reize reagiert und es ihm gelingt, sein eigenes Gleichgewicht zu bewahren, spricht man von Gesundheit. Es ist die Aufgabe der Osteopathie, diese Selbstheilungskräfte zu unterstützen oder anzuregen.

Osteopathen unterstützen dies, indem sie dem Körper einen Reiz setzen, auf den er reagieren soll, um wieder zu einem gesundheitlichen Gleichgewicht zu gelangen. Sie versuchen durch das übergreifende Prinzip ‚Leben ist Bewegung‘ hypomobile Regionen in ihrer Bewegung anzuregen, sie in ihrer Beweglichkeit zu verbessern, um so die Zirkulation zu stimulieren. In ihrem therapeutischen Handeln sind sie darauf bedacht, die unterschiedlichen Wege, auf denen Regulationsmechanismen im Körper stattfinden können, frei zu machen oder frei zu halten, d. h. von Blockaden zu befreien.

Die Vielzahl der muskulären, faszialen, zirkulatorischen, neurologischen, hormonellen oder auch psychologischen Zusammenhänge, die dabei zu beachten sind ist unendlich groß. Die Wechselbeziehungen sind so vielfältig, dass eine Aktivierung der Selbstheilungskräfte immer gleichbedeutend einer Behandlung des ganzen Menschen ist.

Befindet sich der Mensch in einer ökonomisch ausgeglichenen körperlichen Balance, wird es ihm leichter fallen, seinen alltäglichen Anforderungen nachzukommen.

Gut ausgebildete Osteopathen werden mit ihren Behandlungsstrategien immer versuchen, an der Ökonomie des gesamten Körpersystems zu arbeiten, um gerade so viel an Regelung vorzunehmen, dass die Selbstheilungskräfte des Patienten arbeiten können.

 

In den nächsten Teilen geht es um:

Prinzip 3 – Bedeutung von Struktur und Funktion

Prinzip 4 – Vorherrschaft der Arterien

Prinzip 5 – Leben ist Bewegung

 

verwendete Literatur: 

Christoph Newiger: „Osteopathie – sanftes Heilen mit den Händen“ – TRIAS Verlag

Werner Langer, Eric Hebgen: „Lehrbuch Osteopathie“ – HAUG Verlag

Arndt Böltmann: „Quickstart Osteopathie“ – HAUG Verlag

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