Die Prinzipien der Osteopathie – Prinzip 1: Der Mensch als ganze, untrennbare Einheit

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Die Prinzipien der Osteopathie – Prinzip 1: Der Mensch als ganze, untrennbare Einheit

Hier kommt Teil 1 der fünfteiligen Reihe: „Die Prinzipien der Osteopathie“

 

Der Mensch als ganze, untrennbare Einheit

Der Mensch ist mehr als die Summe seiner Einzelteile. Vergleichbar mit den Zahnrädchen einer Uhr oder den Instrumenten eines Orchesters, die zusammen noch keine funktionierende Harmonie ergeben! Erst das anatomische und physiologische Zusammenspiel der Einzelteile ergibt ein sinnvolles System, einen guten Klang.


Faszien als verbindendes Element der Ganzheitlichkeit

Jede einzelne Struktur des menschlichen Organismus hängt anatomisch oder physiologisch, direkt oder indirekt mit allen anderen Körperstrukturen zusammen. Faszien verbinden alle Körperstrukturen miteinander. Dies sind dünne Bindegewebshüllen, die miteinander Kontakt haben, ineinander übergehen und eine große Körperfaszie bilden.

Bei der Atmung sehen wir das Zusammenspiel und den Zusammenhang: Bei der Einatmung z. B. senkt sich das Fußgewölbe und beim Ausatmen hebt es sich leicht. Und das obwohl Lunge und Füße funktionell und strukturell nichts miteinander zu tun haben.

 

Probiere dies ruhig aus! Stelle dich aufrecht hin, schließ die Augen und atme tief und gleichmäßig. Nun konzentriere dich auf deine Füße! Nehme einfach wahr was passiert ohne etwas zu wollen. Und?

 

Neurologische Funktionen als Element der Ganzheitlichkeit

Auch aus neurologischer Sicht präsentiert der Körper sich in einer Ganzheitlichkeit. Das Nervensystem ist das bindende Element zwischen Funktion und Struktur oder zwischen der Idee und dem Produkt. Es wird unterstützt oder ergänzt vom hormonellen System. Keine Funktion im Körper würde ohne einen elektrischen oder hormonellen Input zustande kommen. Das sympathische und parasympathische Nervensystem stellt an vielen Stellen die Verbindung zwischen viszeralen (die Organe betreffend) und parietalen (Muskeln, Knochen, Bänder…) Organsystemen her. Ursprungsgebiet der neurologischen Funktion ist im Wesentlichen das kraniosakrale System (Kopf, Wirbelsäule mit Rückenmark und Kreuzbein).


Psyche als Element der Ganzheitlichkeit

Ganzheitliche Betrachtungsweise heißt auch, dass die Psyche, also das seelische Befinden, mit berücksichtigt wird. Die Psyche spielt bei der Entstehung von Krankheiten und deren Abklingen zweifellos eine wichtige Rolle. Sie findet ihren Ursprung im zentralen Nervensystem. Vor allem das limbische System ist ein Gebiet im Gehirn, welches von Emotionen, Angst, Stress usw. beeinflusst die Funktionen des Nervensystems verändert.

In der osteopathischen Therapie ist es wichtig, dass sich der Behandler der Gesamtheit dieser Elemente bewusst ist, damit er den Menschen, der bei ihm Hilfe sucht, ganzheitlich osteopathisch therapieren kann. 

In den nächsten Teilen geht es um:
Prinzip 2 – Die Selbstheilungskräfte des Körpers

Prinzip 3 – Bedeutung von Struktur und Funktion

Prinzip 4 – Vorherrschaft der Arterien

Prinzip 5 – Leben ist Bewegung

 

verwendete Literatur:

Christoph Newiger: „Osteopathie – sanftes Heilen mit den Händen“ – TRIAS Verlag

Werner Langer, Eric Hebgen: „Lehrbuch Osteopathie“ – HAUG Verlag

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